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Die Ortschaft Roetgen wurde nach neuesten Erkenntnissen
1475 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Somit
haben urkundlich nachweisbar 1475 schon Siedler
in Roetgen gelebt. 1551 sind in den Steuererhebungslisten
des Monschauer Landes erstmals die Namen von Roetgener
Bewohnern aufgeführt. Auf die Tatsache, daß
die ersten Siedler wegen des nassen, sumpfigen
Bodens gezwungen waren, Brach- und Heideland für
den Eigengebrauch zu roden, ist die Weiträumigkeit
und die Streusiedlung Roetgens zurückzuführen.
Dieses charakteristische Bild ist bis zum heutigen
Tage erhalten.
In einer Zählung aus dem Jahre 1656 wurden
in Roetgen bereits 27 Häuser und 150 Einwohner
aufgeführt.
Zum Ursprung des Dorfes Rott schreibt Hans Steinröx
in dem Buch: "Rott-Erinnungen" auf Seite
42: "Mit dem Jahre 1502/1503 beginnen die
Forstmeister-Rechnungen des Amtes Montjoie im
Hauptstaat Archiv in Düsseldorf. Die Namen
darin erscheinen noch sehr spärlich und sind
nicht nach Dörfern getrennt, sondern nach
Huten - den Hütebezirken; für Roetgen
und Rott kommen die Venn-Hut und die Rackerscheider
Hut in Frage."
Da finden wir für den April des Jahres 1504/1505
in der Venn-Hoidt den Claiß (Nikolaus) up
dem Raide, zu sprechen als "Rahde" und
den kurthen (schwer lesbar) up dem raide, im Mai
dann den Johann up dem raide und des claeß
son up dem "rade"; damit ist das Jahr
1504/1505 als erstes Jahr für Rott aktenkundig
und kann als Geburtszeugnis angesehen werden.
Im Jahre 1660 wurde die katholische Kirche geweiht.
Sie war zunächst Tochterkirche von Konzen,
wurde aber schließlich im Jahre 1754 selbständige
Pfarrei.
Die erste Kirche in Rott wurde schließlich
im Jahre 1717 erbaut und im Jahre 1804 selbständig;
sie wurde durch ein Geschenk einer Reliquie des
heiligen Quirinius zur Wallfahrtskirche.
Die Anfänge
der evangelischen Gemeinde gehen in Roetgen bis
ins Jahr 1700 zurück. 1778 erhielten die
Evangelischen das Recht der freiwilligen Religionsausübung.
Die Kirche wurde 1782 ihrer Bestimmung übergeben.
Da die Zahl der Evangelischen in den letzten 30
Jahren beträchtlich zunahm, wurde 1967 auch
in Rott ein Gemeindezentrum erbaut.
Seit seinen
Anfängen bis nach der französischen
Revolution gehörte Roetgen zum Amt Monschau
des Herzogtums Jülich-Berg. Dieses Amt wurde
unter der französischen Herrschaft als Kanton
Monschau am 24.8.1801 dem Ruhrdepartment zugegliedert.
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